StV/KV-LOGO
09.10.2019

VBE: Wer gut ausgebildetes Lehrpersonal will, muss jetzt endlich Zeichen setzen

Landtagsdebatte über den Lehrkräftemangel

Am Donnerstag (09.10.2019) debattiert der Landtag erneut über den Lehrkräftemangel in Nordrhein-Westfalen. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW nimmt dies zum Anlass, um auf längst nötige Maßnahmen hinzuweisen und erinnert an die bislang folgenlosen Ankündigungen der Landesregierung.

„Ohne Personal fällt Unterricht aus. Das wird für unser Land langfristig teurer als weitere Investitionen in Bildung. Die Ausgestaltung des Haushaltes ist trotz der großen Summen kritisch zu betrachten, denn es gilt, die vorgesehenen Stellen auch adäquat besetzen zu können. Qualität kostet“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

Der VBE fordert qualitative Maßnahmen gegen den Personalmangel. Stefan Behlau: „Es ist ein gewaltiger Fehler, dass es für den Seiteneinstieg weiterhin keine verbindliche Vorqualifizierung gibt.“

Umfragen und Analysen zeigen, dass der Lehrkräftemangel insbesondere in den Grundschulen und in der Sekundarstufe I höchst problematisch ist. „Die Ungerechtigkeit der unterschiedlichen Bezahlung der Lehrämter muss endlich aufgelöst werden. Wer gut ausgebildetes Lehrpersonal will, muss jetzt endlich Zeichen setzen. Lehramtsstudierende von heute sind die Lehrkräfte von morgen“, sagt der Landesvorsitzende des VBE.

Für den VBE ist es unverzichtbar, dass mit dem Einbringen des aktuellen Haushalts zumindest ein verbindlicher Zeitplan für die Umsetzung des gleichen Lohns für gleiche Arbeit durch die Landesregierung vorgelegt wird. Die Landesregierung kündigte immer wieder an, die besoldungsrechtlichen Konsequenzen ziehen zu wollen.

Aus Sicht des VBE wird in vielen Diskussionen unzureichend berücksichtigt, dass alle Aufgaben in Schule nur mit ausreichend Fachpersonal zu leisten sind. „Ob das Erlernen des Schreibens oder die Steigerung der Medienkompetenz: Schule benötigt für alle Aufgaben bestausgebildetes Personal. Es ist utopisch zu glauben, dass eine Unterrichtsstunde ‚Schönschrift‘ und eine Benotung auf dem Zeugnis fehlende feinmotorische Fähigkeiten ausgleichen. Die Kinder benötigen eine individuelle Förderung und diese setzt Personal voraus“, erklärt Behlau.

 

Weiterführende Informationen:

Tagesordnung des Plenums am Donnerstag

Antworten der Parteien zur Besoldungsfrage vor der Landtagswahl

Armin Laschets Äußerungen in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“ 2009

Quereinsteiger unterrichten besonders häufig an Brennpunktschulen


Pressemitteilung 71-2019
Unsere aktuellen Pressemitteilungen:
02.10.2019
Ehrenvorsitzender des VBE NRW erhält Bundesverdienstkreuz

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW gratuliert Udo Beckmann herzlich zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. Udo Beckmann war 21 Jahre lang bis zum Jahr 2017 der Vorsitzende des VBE NRW und ist seit 2009 Bundesvorsitzender des VBE.

02.10.2019
VBE: Neue Stellen bedeuten leider kein neues Personal

„Es ist nur folgerichtig, dass eine Landesregierung, die weltbeste Bildung will, diese auch im Haushalt als Schwerpunkt setzt. Insgesamt ist die Ausweitung der Stellen und die Erhöhung des Bildungshaushaltes zu begrüßen, jedoch ist die Ausgestaltung zu hinterfragen. Neue Stellen im Haushalt bedeuten leider heute noch kein neues Personal. Einen Schwerpunkt auf die Qualifizierung der Seiteneinsteigenden zu legen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ressourcen und Modalitäten für eine zwingende Vorqualifizierung sind nach wie vor notwendig, scheinen aber in den Überlegungen keine Rolle zu spielen. Der Lehrkräftemangel ist auch mit einer langfristigen Perspektive zu sehen, insofern muss die Ungerechtigkeit der Bezahlung der Lehrkräfte endlich aufgehoben werden, um langfristig bestausgebildetes Personal für beste Bildung zu erhalten. Lehramtsstudierende von heute sind die Lehrkräfte von morgen“, erklärt Stefan Be hlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

26.09.2019
VBE: Wir brauchen endlich Qualitätsstandards

In NRW fehlen laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung rund 15 600 Vollzeit-Fachkräfte in den Kitas. „Es geht hier um Bildungsqualität. Es geht um die Frage, ob NRW bestmögliche frühkindliche Bildung für die Kleinsten will. Uns erreichen aus der Praxis immer wieder alarmierende Signale und auch unsere Umfragen kommen zu ähnlichen dramatischen Ergebnissen. Wir fordern endlich angemessene Personalschlüssel, also genügend Fachkräfte für die Kinder. Wir brauchen endlich Qualitätsstandards, damit es künftig nicht mehr vom Wohnort abhängig ist, ob Kinder angemessen betreut werden können. Das wäre nötig, um mehr Chancengleichheit zu schaffen“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW.

24.09.2019
VBE: Es liegt auf der Hand, was hier nötig ist

Anlässlich des morgigen Tages der Lehrergesundheit* blickt der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW kritisch auf den Umgang mit den Ergebnissen der aufwendigen Befragung „COPSOQ“ zur Lehrergesundheit. Vor rund einem Jahr veröffentlichte das Schulministerium den Gesamtbericht zur Erhebung psychosozialer Belastungen bei Lehrkräften im Rahmen von Gefährdungsbeurteilungen mit dem COPSOQ*. Sechs Jahre dauerte die erste Durchführung. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW fordert Verbesserungen der Rahmenbedingungen, um die Belastungen zu reduzieren.

Grafik: VBE NRW
Ihre Qualifizierung vor Ort

Termine, Orte und Anmeldung

Grafik: DSLK
Düsseldorf, 19. - 21.03.20

Schulen gehen in Führung

Grafik: Judywie / photocase.de
Schule heute

Ausgabe 0919

Grafik: AGM / photocase.de
E[LAA]N

Ausgabe 71


URL dieses Artikels:
http://www.vbe-nrw.de/menu_id/683/content_id/5592.html

VBE-Bezirksverbände

Arnsberg Detmold Düsseldorf Köln Münster

copyright © 2001 - 2019 Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW